Die Veste Coburg ist im fränkischen Land von allen Seiten schon weithin sichtbar und bietet einen imposanten Anblick. Nicht weniger beeindruckend ist die Aussicht von der Veste aus, ganz besonders in der Silvesternacht, wenn ringsum die Feuerwerke aufblitzen und die Gegend in ein Meer aus Sternen und Leuchtkugeln verwandeln.
Veste Coburg - ein phantastischer Ort
Der Hauch der Geschichte weht den Besucher an, wenn unterhalb der Festungsmauer Pulverdampfschwaden heranziehen und es aus allen Richtungen knallt und zischt. Man wähnt sich leicht im Schlachtgetümmel vergangener Jahrhunderte. Aus dem Rauch tauchen unvermittelt dunkle Gestalten auf, entzünden gebückt geheimnisvolle Röhrchen und Kästen und entfernen sich dann hastig.
Blick in die Vergangenheitder Veste Coburg
Tatsächlich wurde die Veste Coburg in ihrer Geschichte niemals erobert. In den Jahren 1634/35 gab es aber eine fünfmonatige Belagerung. Diese endete nicht mit der Einnahme der Veste im Kampf, sondern mittels einer gefälschten Urkunde, in welcher die Übergabe der Burg befohlen wurde. Pulverdampf wird es aber durchaus gegeben haben.
Ab dem 14. Jahrhundert sind die Besitzverhältnisse recht übersichtlich, zunächst gehörte die Veste den Grafen von Henneberg, durch Erbschaft fiel sie an Friedrich III. "den Strengen" aus dem Hause Wettin. Nach dem Ende der Monarchie kam sie 1919 in die Verwaltung durch die Coburger Landesstiftung.
Die Veste Coburg heute
Heute beherbergt die Veste Coburg bedeutende museale Sammlungen. Die Kunstschätze der Coburger Herzöge, die zu den bedeutendsten kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen Deutschlands gehören, wurden der Coburger Landesstiftung übertragen.
Eine Gemäldesammlung, das Kupferstichkabinett und eine Glassammlung belegen die Geschichte einschließlich des Aufenthaltes von Martin Luther auf der Veste. Weiter gibt es ein Münzkabinett, eine Rüstungs- und Waffensammlung sowie Prunkwagen und Turnierschlitten zu sehen. Alljährlich gibt es eine Vielzahl von Veranstaltungen, die teils überregionale Bedeutung haben.
Die Burgschänke auf der Veste Coburg
Beliebt als Ausflugslokal und Speisegaststätte mit exzellenter Küche präsentiert sich die Burgschänke. Hier wurde erstmals zum Jahreswechsel 2008/2009 mit einem Silvestermahl besonderen Charakters der langen Geschichte der Veste Coburg Rechnung getragen. Bei einem mehrgängigen Menü, gewürzt mit historischen Begebenheiten und dem Vermitteln von Tischsitten aus dem 16. Jahrhundert, wurde man nicht nur satt, sondern auch bestens unterhalten. Hier glänzte der Wirt selbst mit fundiertem geschichtlichem Wissen und einer gehörigen Prise Humor.
Musikalische Unterhaltung mit Livemusik aus Spätmittelalter und Renaissance durch den Spielmann "Ludowig der Lutenslaher" rundete die Veranstaltung ab, für geschichtlich und künstlerisch Interessierte sicher ein ganz besonderer Leckerbissen.
Dieses außergewöhnliche Angebot wurde gern angenommen und soll für den nächsten Jahrewechsel erneuert werden. Daraus wird sich bestimmt eine Tradition entwickeln, die eine sinnvolle Ergänzung der kulturellen Vielfalt in der Veste bietet.
Ritteressen und ähnliche thematische Veranstaltungen sind natürlich für das gesamte Jahr buchbar, im Sommerhalbjahr kommt die bewirtschaftete Freifläche mit einer tollen Aussicht dazu.
